ZUM 350. TODESTAG VON VELÁZQUEZ,
der weltweit unbemerkt vorbeiging, ist in Deutschland
Ende 2010 über Spaniens größten Maler die wichtigste Studie
seit mehr als hundert Jahren erschienen.


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Diego de SILVA VELÁZQUEZ - Die Monographie

von Wolf Moser


Dieses Werk in 2 Bänden und in deutscher Sprache ist einzigartig wegen der Vielzahl der Aufschlüsse und seines Umfangs von 880 Seiten. Mit 340 Abb. (davon über 100 farbig, in 2 oder 4 Farben; teils ganz- oder doppelseitig) Dazu Übersetzungen a. d. Spanischen, vollst. Katalog, Bibliographie, Chronologie, Index; Paperback (fadengeheftet).

Ladenpreis EURO 89,00

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B A N D  I.


B A N D  II.

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Diego de SILVA

VELÁZQUEZ


DAS WERK UND DER MALER


Endlich eine andere Monographie in zwei Bänden!


(Auszug)

Bd. I: VELÁZQUEZ UND SPANIEN

Bd. II: DIE WIRKLICHKEIT AUF DER PALETTE

 

Das Buch ist entstanden aus der Suche nach einem frischen Zugang zum Werk von Diego de Silva Velázquez. Dabei beschränkt es sich nicht auf eine theoretische Annäherung an den gegenwärtigen Stand der Forschung. Es werden vielmehr eine spezifische neue Methode und ihre Funde vorgestellt.

   Festzustellen, daß die Bilder des größten spanischen Malers Spanien verkörpern, gleicht einer Binsenweisheit. Doch als Spiegel verwendet, ändert der Satz schlagartig seine Aussagekraft; denn ebenso hat Spanien sich auf einmalige Art in Velázquez und seiner Kunst ausgedrückt.

   Doch was er hinterlassen hat, widersteht den Deutern. Seit 400 Jahren herrschen Rätselraten und Ratlosigkeit über den Maler und sein Hauptwerk La Familia, genannt »Las Meninas«. Allein auf Deutsch sind mittlerweile zwei Bücher erschienen, bei Reimer (Berlin), die sich mit dem Bild beschäftigen: Caroline Kesser: Las Meninas von Velázquez – Eine Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte, Berlin, 1994 (290 S.); und Thierry Greub (Hrsg.), Las Meninas im Spiegel der Deutungen – Eine Einführung in die Methoden der Kunstgeschichte, Berlin, 2001 (293 S.). Unter der Überschrift Die sich selbst generierende Methode forderte Greub in einem nahezu gleichlautenden Anfangs- und Schlußsatz: »Das Idealziel wäre aber erst dann erreicht, wenn die Kunstgeschichte an jenen Punkt gelangte, an dem die Interpreten die Kunstwerke selber ihre Methoden und Deutungen hervorbringen lassen würden.« ( S. 23 u. 25).

   Dieses "Idealziel" wird in der vorliegenden Darstellung erreicht. Die Arbeit beschreitet einen grundlegend neuen Weg und generiert aus dem Gesamtwerk ihre Methode und die verblüffenden Deutungen. Der Maler und sein Schaffen werden vielschichtig beleuchtet, doch zur Hauptsache lassen sich in der Darstellung drei Stränge verfolgen. Der erste beschreibt das Spanien, das auch Velázquez’ Bilder einzigartig vorführen. Dieser Teil ist gleichzeitig Spiegel des spanischen Wesens in seinen zeitlosen Zügen. Der zweite Schwerpunkt umfaßt im kunstwissenschaftlichen Sinn die Untersuchungen der Gemälde, wobei Erstaunliches auftaucht, noch dazu in ungeahnter Fülle. Der dritte und letzte Strang besteht in der Erklärung der Zusammenhänge mit ihren verzwickten Geheimnissen, beides ergibt einen Kriminalroman: 100 Aufgaben führen schrittweise zu 99 Lösungen.

   Ihre Auswertung zwingt zu einer abweichenden Lesart und Neubewertung des Schaffens. Es zeigt sich, daß dem Werk eine eigene Logik und innere Geschlossenheit innewohnen, die in der Kunstgeschichte einzig dastehen. Unter dem Licht der Ergebnisse wandelt sich zuletzt auch das Bild von Werdegang und Laufbahn des Malers. Aus dem Schatten seines Außenseitertums treten das Genie hervor und die freiwillige Begrenzung, die ihm Begabung, Mittel und Ziele abverlangt haben.

   Die andersartige Sichtweise mit ihren Widerspiegelungen macht den Doppelband zu einem spannenden, anspruchsvollen Buch, entworfen für Leser, die Malerei eindringlicher erfahren wollen, als beim Blättern in einer Bildmonographie. Durch „zähes Ausspähen der Originale“ stellen sich die gesammelten Beobachtungen unabhängig neben alle jüngere Essays und Kataloge. Ergänzend entdeckt diese Arbeit noch Velázquez’ Bruder Juan als möglichen Mitautor im Schaffen bis 1630. Auf diese Weise liefert sie – zusätzlich zu den bislang unbeachteten Bildern oder Fakten – eine Fülle neuer Fährten und Einsichten. Außerdem überreichlich vom fehlenden Zündstoff zu Velázquez für eine Grundsatzdiskussion. Sie ist längst überfällig, sei es um den Künstler zeitgemäß einzuschätzen oder um das geltende Werk kritisch zu sichten, das zweifelhafte Zuschreibungen neuerdings ständig anwachsen lassen. 



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